Die Zeit ist aus den Fugen. Dresdens Schauspiel in den zwanziger Jahren

FugenHansjörg Schneider

 

2007, Festeinband mit Schutzumschlag, 120 Seiten mit zahlreichen Abbildungen
ISBN 978-3-940116-08-6
neuer Ladenpreis 19,80 €

B_Bestellen

 

Leseprobe
… Mit der Saison 1923/24 trat eine Neuerung in Kraft, die den Spielzeit-Rhythmus veränderte. Lag der Saisonbeginn bisher in der zweiten August-Hälfte und der Schluss Anfang Juli, legte nun eine Anordnung fest, „daß im Juli gespielt werden müsse“, was bedeutete, dass 1923 die „neue Spielzeit ohne übliche Vorprobenwoche anfing“ und ad hoc mit Vorstellungen begann (Presseinformation der Staatstheater 1924). Schwerpunkt dieser Spielzeit waren drei Stücke mit sozialer Thematik: Gerhart Hauptmanns „Die Weber“, Ernst Tollers Tragödie „Hinkemann“ und Friedrich Wolfs Drama aus dem Bauernkrieg „Die Weber“ …

Zum Buch
Der Autor lässt die glanzvolle Zeit des Dresdner Schauspiels zwischen 1918 und dem Ende der Weimarer Republik Revue passieren. Dabei vermittelt er dem Leser einen Überblick über die das Staatstheater wie die privaten Bühnen der Stadt in jener Zeit prägenden politischen Einschnitte und herausragenden Aufführungen.
Vervollständigt wird die Aufarbeitung dieser bedeutsamen Theater-Ära mit Porträts der damals in Dresden tätigen bzw. 1933 aus „rassischen“ Gründen vertriebenen Künstler Alfred Reucker, Adolf Wohlbrück, Paul Wiecke, Georg Kiesau, Josef Gielen und Hermine Körner. Der dritte Buchteil schließlich beinhaltet wichtige, der Feder Berthold Viertels, des Dramaturgen Dr. Karl Wolff u.a. entstammende Texte zur Theater-Theorie und -Praxis sowie Nachrufe auf Darsteller, die jahrzehntelang des Gesicht des Dresdner Hof- bzw. Staatsschauspiels geprägt haben.